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Gedenktafel für Zwangsarbeitende am Stadtpark: Andenken bewahren, Infotafel finanzieren! Interfraktioneller Antrag

Vor mehr als 25 Jahren wurde an der Ecke Hindenburgstraße/Möhringbogen eine Gedenktafel angebracht, deren Verbleib in den Folgejahren ungeklärt ist

Sachverhalt:


 Während des Zweiten Weltkrieges waren am und im Stadtpark mehrere Zwangsarbeiterlager eingerichtet. Eines an der Hindenburgstraße zwischen der
U-Bahnstation Alsterdorf und dem Stadtpark trug den Namen „Stadtparklager Alsterdorf". Es bestand aus zehn Baracken, die zeitweilig mit 900 bis 1.000 Personen belegt waren. Das Lager existierte von Anfang 1942 bis März 1945 und wurde von der „Deutschen Arbeitsfront“ verwaltet.

Vor mehr als 25 Jahren wurde an der Ecke Hindenburgstraße/Möhringbogen eine Gedenktafel angebracht, deren Verbleib in den Folgejahren ungeklärt ist. Einstimmig beschloss die Bezirksversammlung Hamburg-Nord im Oktober 2014 (Drs. 20-0429), dass der Verbleib einer Gedenktafel für das Lager geklärt und gegebenenfalls Ersatz beschafft werden solle. Da die Gedenktafel weiterhin verschollen ist, sollte nun Ersatz beschafft werden. Die Geschichtswerkstatt Barmbek schlägt vor, eine Tafel aufzustellen, die auf beiden Seiten Informationen zur Zwangsarbeit nahe dem Stadtpark bereithält. Als Aufstellungsort ist wieder der Bereich Hindenburgstraße / Möhringbogen nahe dem U-Bahnhof Alsterdorf angedacht.

Die Kosten für Produktion und Aufstellung der Tafel betragen inklusive Entwurf und Druck eines begleitenden Informationsblattes maximal 6.000 Euro. Das Konzept für die Tafel wurde von der Geschichtswerkstatt Barmbek einer interfraktionellen Arbeitsgruppe des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport präsentiert.

 

Petitum/Beschluss:


 Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:

Die Geschichtswerkstatt Barmbek erhält für Produktion und Aufstellung einer Gedenktafel für das „Stadtparklager Alsterdorf" sowie eines begleitenden Informationsblattes maximal 6.000 Euro aus bezirklichen Geldern.