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Presse | Hamburger Abendblatt: Anwohner in Winterhude leiden unter Bunker-Abriss

Seit zwei Jahren sorgen die Arbeiten in Winterhude für Lärm und Dreck. Dabei sollte alles nur sechs Monate dauern.

Hamburger Abendblatt, 01. August 2017, von Friederike Ulrich

«Aufgehäufte Ma­tratzen als Schutz vor herabfallenden Mauerbrocken, rostige Container, um Lärm und Staub abzuhalten – die Vorrichtungen, die während eines Bunkerabrisses am Poßmoorweg in Winterhude getroffen wurden, wirken befremdlich. "Seit fast zwei Jahren gucken wir auf eine Art Schrottplatz", sagt ein Anwohner. 15 Meter vor seinem Balkon erhebt sich die bis zu zehn Meter hohe Containerwand. Doch die Nachbarn leiden nicht nur unter dem Anblick. Immer wieder wurden auf der Baustelle, die mitten in einem Wohngebiet liegt, die zulässigen Lärm- und Staubgrenzwerte überschritten. Insgesamt verhängte die Stadtentwicklungsbehörde deswegen neun Baustopps. So kommt es, dass der Abriss des eher kleinen Bunkers, der sechs Monate dauern sollte, nach 20 Monaten noch immer nicht abgeschlossen ist. ...

"Bei besserer Planung hätte man beide Neubauten gleichzeitig fertigstellen können", sagt Karin Haas von den Linken in Hamburg-Nord. Ein Bunkerabriss an sich sei schon eine unerträgliche Belastung für die umliegende Bevölkerung. "Wenn aber noch Fehlplanungen hinzukommen, ist das für die Nachbarschaft eine zusätzliche Härte." Man habe den Bunkerabriss mit falschen Versprechungen – nämlich einer sechsmonatigen Abbruchzeit mit akzeptablen Lärm- und Staubemissionen – beworben. "Doch das Gegenteil ist eingetreten", so Haas. ...»