PM | Jugendarbeit ist Demokratiearbeit: Die Linke Hamburg-Nord fordert Vollfinanzierung für Jugendarbeit und Familienförderung 2026
Jugendarbeit ist Demokratiearbeit: Die Linke Hamburg-Nord fordert Vollfinanzierung für Jugendarbeit und Familienförderung 2026
Über 20 Träger der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienförderung warnen vor dem Kollaps der sozialen Infrastruktur. Die Linke Fraktion Hamburg-Nord steht solidarisch an ihrer Seite – und fordert Bezirksamt und Senat zum sofortigen Handeln auf.
[05.01.2026, Hamburg-Nord] – Über 20 Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Jugendsozialarbeit, Jugendverbandsarbeit und Familienförderung schlagen Alarm: Für 2026 drohen Kürzungen, befristete Verträge wackeln, Angebote stehen vor Einschränkung oder Schließung.
Die Linke Fraktion Hamburg-Nord unterstützt die Forderung nach einer mindestens bestandssichernden Aufstockung der Mittel und nach zeitnahen Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen.
Bei der Jugendarbeit und der Familienförderung handelt es sich um eine politische Selbstverpflichtung. Sie ist ein zentrales Recht junger Menschen und kein Spielball von Haushaltskürzungen.
Wer heute bei Jugend, Familien und sozialer Infrastruktur spart, zahlt morgen doppelt: mit mehr Armut und sozialer Eskalation – außerdem mit weniger Vertrauen in Politik und Demokratie.
Gerade 2026, in einer Welt, in der autoritäre Kräfte stärker werden und demokratische Räume unter Druck stehen, gilt: Jugendarbeit ist Demokratiearbeit.
„Das Bezirksamt Hamburg-Nord muss jetzt seine Haushaltsprioritäten offenlegen, alle Spielräume nutzen und die Finanzierung der Angebote im Bezirk sichern – statt die Verantwortung weiterzureichen“, erklärt Dino Ramm, Mitglied der Fraktion Die Linke im Jugendhilfeausschuss Hamburg-Nord. „Zudem haben SPD, CDU und FDP im Koalitionsvertrag für Hamburg-Nord festgehalten, die offene Kinder- und Jugendarbeit weiterentwickeln zu wollen und sich für zusätzliche Ressourcen auf Landesebene einzusetzen – dann müssen sie das auch tun, wenn es ernst wird.“
Wir als Die Linke Fraktion Hamburg-Nord erwarten vom Bezirksamt, dass es die eigene Finanzlage kritisch prüft und jedeMöglichkeit nutzt, um Kürzungen zu verhindern – vom konsequenten Priorisieren bis zur aktiven Einforderung zusätzlicher Mittel. Zugleich muss die Bezirksamtsleitung, getragen von SPD, CDU und FDP, den Druck zur Landesebene weitergeben.
„Die SPD darf sich nicht wegducken: Wer Führung beansprucht, muss auch liefern – im Bezirk und im Senat“, sagt Lino Tormin, zubenannter Bürger und jugendpolitischer Sprecher der Linken Hamburg-Nord. „Das SPD-geführte Finanzressort muss die Mittel für Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienförderung erhöhen – und zwar so, dass Tarifsteigerungen, Mieten und tatsächliche Bedarfe abgedeckt sind. Gleichzeitig schreibt der rot-grüne Koalitionsvertrag, soziale Sicherheit sei Voraussetzung demokratischer Teilhabe und Demokratiebildung müsse gestärkt werden. Kürzungen an den Orten, an denen Teilhabe täglich gelebt wird, sind das Gegenteil davon.“
Unsere Position ist klar: Prävention statt Reparaturpolitik, verlässliche öffentliche Infrastruktur statt Projekt-Zitterpartien, Stärkung freier Träger statt Unterfinanzierung.
Die Linke Fraktion Hamburg-Nord fordert den massiven Ausbau der OKJA, Familienförderung und Jugendsozialarbeit – und die Verdopplung der Rahmenzuweisungen in diesen Bereichen.
Wir erwarten jetzt:
1. Sofort: keine Kürzungen, keine Schließtage, keine Entlassungen – Bestandssicherung für 2026.
2. Im Bezirk: transparente Haushaltsprüfung und klare Priorität für Jugend, Soziales und Familie.
3. Im Senat: spürbare Aufstockung der Rahmenzuweisungen und eine Dynamisierung, die Kostensteigerungen real abbildet.
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Dino Ramm (Die Linke)
E-Mail: d.ramm@linksfraktion-nord.de
Lino Tormin (Die Linke)
E-Mail: l.tormin@linksfraktion-nord.de
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