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"Welcome to Barmbek" Für eine Willkommenskultur in der Flüchtlingsunterkunft Wiesendamm

Dirk Schelpe / pixelio.de
Dirk Schelpe / pixelio.de

Erste 200 Flüchtlinge sollen voraussichtlich ab Mitte Oktober in der Flüchtlingsunterkunft Wiesendamm, in leerstehenden Fabrikhallen, untergebracht werden.

Erste 200 Flüchtlinge sollen voraussichtlich ab Mitte Oktober in der Flüchtlingsunterkunft Wiesendamm, in leerstehenden Fabrikhallen, untergebracht werden.


Mehr als 70 engagierte BürgerInnen, viele von Ihnen mit Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit, trafen sich am Donnerstag, den 2. Oktober in einem Wohnprojekt gegenüber der zukünftigen Erstaufnahmeunterkunft am Wiesendamm und berieten darüber, auf welche Weise sie Flüchtlinge in Zukunft willkommen heißen und mit zivilgesellschaftlichem Engagement unterstützen können.

„Menschen flüchten aufgrund von Hunger, Krieg, Not, Elend und Diskriminierung. Sie suchen Zuflucht und brauchen in Hamburg eine Perspektive für ein würdiges Leben, Orte für Wohnen, Leben, Bildung, Ausbildung und Arbeit“, betont Angelika Traversin, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration der Bezirksversammlung Nord. „Gleichzeitig ist ab ihrer Ankunft unbedingt eine menschenwürdige und angemessene Erstversorgung notwendig.“

Die jüngst bekannt gewordenen Vorfälle in mehreren Flüchtlingsunterkünften in NRW und in Hamburg, bei denen Personal von privaten Security-Firmen Flüchtlinge misshandelten und demütigten, sind nur die Spitze des Eisberges. Wir halten es dagegen für dringend notwendig Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um eine Willkommenskultur in der Unterkunft Wiesendamm zu etablieren, damit die Flüchtlinge dort menschenwürdig und sicher vor Gewalt leben können und so ein Start in ein neuen Lebensabschnitt möglich wird.

Durch ein Mehr an sozialpädagogischer Versorgung können die Menschen ihre persönlichen Angelegenheiten in die eigene Hand nehmen. Administrative Angelegenheiten, wie z.B. Anmeldung bei der Schule, Kita, aufenthaltsrechtliche Fragen, können reibungsloser geregelt werden.

Durch das Angebot einer psychologischen Unterstützung und Krisenintervention können traumatisierte Menschen in Krisen stabilisiert werden. Durch den Einsatz professioneller DolmetscherInnen können Verständigungs-probleme, die sonst zu Konflikten sowie psychischer und gesundheitlicher Belastungen führen, ausgeräumt werden.

Auch Rechtshilfe sollte vor Ort angeboten werden. Grundsätzlich ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge höchst problematisch. Um in akuten Fällen erste Hilfe leisten zu können und eine etwaige Weiterbehandlung sicherzustellen, ist eine dauernd besetzte Anlaufstelle mit einer medizinischen Fachkraft vonnöten.

Derartige Sofortmaßnahmen sind kein abschließendes Konzept. Deshalb ist die Erarbeitung eines solchen unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure aus der Nachbarschaft und Flüchtlingsorganisationen unabdingbar.

„Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Nord setzt sich dafür ein, dass eine menschenwürdige Willkommenskultur am Wiesendamm möglich wird. Auf der Bezirksversammlung am Donnerstag, dem 09.10. werden wir einen entsprechenden Antrag einbringen,“ so Angelika Traversin.

„Die Zeit der Erstunterbringung von Flüchtlingen muss möglichst kurz sein. Danach sehen wir eine dezentrale Unterbringung in eigenen Wohnungen als beste Möglichkeit. Dadurch wird Ghettobildung entgegengewirkt und den Flüchtlingen ein menschenwürdiges Wohnen und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“

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Dirk Schelpe / pixelio.de
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Mehr als 70 engagierte BürgerInnen, viele von Ihnen mit Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit, trafen sich am Donnerstag, den 2. Oktober in einem Wohnprojekt gegenüber der zukünftigen Erstaufnahmeunterkunft am Wiesendamm und berieten darüber, auf welche Weise sie Flüchtlinge in Zukunft willkommen heißen und mit zivilgesellschaftlichem Engagement unterstützen können.

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Die jüngst bekannt gewordenen Vorfälle in mehreren Flüchtlingsunterkünften in NRW und in Hamburg, bei denen Personal von privaten Security-Firmen Flüchtlinge misshandelten und demütigten, sind nur die Spitze des Eisberges. Wir halten es dagegen für dringend notwendig Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um eine Willkommenskultur in der Unterkunft Wiesendamm zu etablieren, damit die Flüchtlinge dort menschenwürdig und sicher vor Gewalt leben können und so ein Start in ein neuen Lebensabschnitt möglich wird.

Durch ein Mehr an sozialpädagogischer Versorgung können die Menschen ihre persönlichen Angelegenheiten in die eigene Hand nehmen. Administrative Angelegenheiten, wie z.B. Anmeldung bei der Schule, Kita, aufenthaltsrechtliche Fragen, können reibungsloser geregelt werden.

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Auch Rechtshilfe sollte vor Ort angeboten werden. Grundsätzlich ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge höchst problematisch. Um in akuten Fällen erste Hilfe leisten zu können und eine etwaige Weiterbehandlung sicherzustellen, ist eine dauernd besetzte Anlaufstelle mit einer medizinischen Fachkraft vonnöten.

Derartige Sofortmaßnahmen sind kein abschließendes Konzept. Deshalb ist die Erarbeitung eines solchen unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure aus der Nachbarschaft und Flüchtlingsorganisationen unabdingbar.

„Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Nord setzt sich dafür ein, dass eine menschenwürdige Willkommenskultur am Wiesendamm möglich wird. Auf der Bezirksversammlung am Donnerstag, dem 09.10. werden wir einen entsprechenden Antrag einbringen,“ so Angelika Traversin.

„Die Zeit der Erstunterbringung von Flüchtlingen muss möglichst kurz sein. Danach sehen wir eine dezentrale Unterbringung in eigenen Wohnungen als beste Möglichkeit. Dadurch wird Ghettobildung entgegengewirkt und den Flüchtlingen ein menschenwürdiges Wohnen und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“

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