PM | Hamburg droht der sozial-ökologische Kahlschlag - Linksfraktion hält dagegen und fordert sofortige Aufstockung der Rahmenzuweisung Grün
[13.11.2025, Hamburg-Nord] – Die Linksfraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord warnt vor einem sozial-ökologischen Kahlschlag in den Stadtteilen: Weil die Rahmenzuweisungen für die Grünpflege seit Jahren faktisch schrumpfen, drohen besonders in dicht bebauten Quartieren verwahrloste Parks, geschlossene Spielplätze und gestrichene Angebote. Dies bedroht vor allem Menschen mit wenig Geld, die auf gutes, kostenloses Stadtgrün angewiesen sind.
Die Linksfraktion fordert den Senat und die Umweltbehörde auf, die Rahmenzuweisungen Grün sofort spürbar aufzustocken.
Grünpflege wird zum Luxus – für viele bleibt nur der Hinterhof
Der sich abzeichnende sozial-ökologische Kahlschlag verringert das Angebot an öffentlichen Gemeinschaftsflächen. Zudem wird der Zugang erschwert oder sogar verunmöglicht. Für reiche Haushalte mit eigenem Garten sei das ärgerlich, aber verkraftbar; für Familien in kleinen Wohnungen ohne Balkon, für Alleinerziehende und Senior*innen mit schmalem Geldbeutel bedeute das aber den Verlust ihrer wichtigsten kostenlosen Aufenthaltsorte, so die Linksfraktion.
„Hamburg leistet sich Opernsanierungen in Millionenhöhe und Prestigeprojekte in der HafenCity, aber wenn es um öffentliche Grünflächen geht, heißt es plötzlich: Kein Geld mehr da. Gerade für Familien bleibt dadurch oft nur der Hinterhof“, kritisiert der Co-Vorsitzende der Linksfraktion Hamburg-Nord, Bjørn Knutzen.
Der Senat gefährdet das Rückgrat der Klimapolitik
Von der Stadtentwicklung bis zur Umweltpolitik setzt der Senat auf Prestigeprojekte. Auf dem Weg dahin vernachlässigen die politisch Verantwortlichen von SPD und Grünen aber bestehende Flächen und Räume fürs soziale Beisammensein und die Basis einer sinnvollen Klimafolgenprävention.
„Parks verfallen, Spielplätze werden gesperrt und Planschbecken trocknen aus. Das trifft wieder einmal Geringverdienende und Alleinerziehende am meisten. Unter dem SPD-Senat leidet allerdings nicht nur die Lebensqualität in Hamburg. Die Finanzbehörde gefährdet auch das Rückgrat einer gelungenen Klimapolitik“, so Knutzen, klimapolitischer Sprecher der Linksfraktion Hamburg-Nord.
Umweltbehörde in der Pflicht: Geld ist da – es wird nur falsch verteilt
Die Linksfraktion Hamburg-Nord betont, dass Hamburg sich eine auskömmliche Finanzierung der Grünpflege leisten kann und muss. Es ist eine Frage der politischen Prioritäten.
Während die Stadt sich als Klimavorreiter inszeniere, würden die Bezirke mit kaputtgesparten Grünflächen allein gelassen.
“Die ehemalige Umwelthauptstadt Europas muss in den grünen Bestand investieren,” so Knutzen, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion Nord. „Die Umweltbehörde muss im Senat die Stimme derer sein, die sich gegen den kurzsichtigen Sparzwang stemmen. Wer das städtische Grün kaputt spart, spart an Familien mit Kindern, am Klima, an der Gesundheit und am sozialen Zusammenhalt.“
Forderungen der Linksfraktion Hamburg-Nord
Die Linksfraktion fordert:
1. Die sofortige deutliche Aufstockung der Rahmenzuweisung Grün für alle Bezirke, um Inflation und Kostensteigerungen der letzten Jahre auszugleichen.
2. Einen sozialen Verteilungsschlüssel, der gerade belastete und einkommensschwache Quartiere fördert, in denen Menschen besonders auf öffentliche Grünflächen angewiesen sind.
3. Das klare Bekenntnis, dass Parks, Spielplätze und Grünanlagen Teil der sozialen Infrastruktur und der Hamburger Klimapolitik sind.
Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Bjørn Knutzen (Die Linke)
E-Mail: b.knutzen@linksfraktion-nord.de

