PM | Hamburg-Nord soll Ausbau der öffentlichen Toilettenversorgung prüfen
[17.09.2026, Hamburg-Nord] – Richtig ist: Die Bereitstellung einer öffentlichen Toiletteninfrastruktur gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge. In einer Großstadt wie Hamburg muss sie verlässlich verfügbar sein. Der Schwerpunkt lag dabei bisher zu oft auf innerstädtischen Standorten, wie nicht zuletzt das Hamburg Journal berichtete. Viele Gebiete weisen jedoch weiterhin noch Lücken auf. Besonders stark betroffen sind stark frequentierte Bereiche außerhalb der Innenstadt und Flächen mit besonderem Bedarf, wie beispielsweise der Hamburger Stadtpark. Der aktuelle Stand genügt nicht, um die Nachfrage angemessen zu decken, deshalb stellte Die Linke sich von Beginn an dem Thema mit innovativen Ideen.
Im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität wurde gestern der gemeinsame Antrag (22/2583) von SPD, CDU, FDP und Grünen mit Unterstützung der Linken beschlossen, der bei der Umweltbehörde ein Umdenken beim Thema Trockentoiletten anregen möchte.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Initiative für Trockentoiletten bei den anderen demokratischen Fraktionen so schnell aufgegriffen wurde und haben ihm gerne zugestimmt. Der Vorschlag der Linken zu dem Thema die Berliner Verwaltung anzuhören, wurde ablehnt. Es bleibt unverständlich, warum man leichtfertig auf die Erfahrungen der Metropole Berlin verzichtet, die gerade nach einem Pilotprojekt Trockentoiletten verstetigen möchten und grundsätzlich vor ähnlichen Herausforderungen wie Hamburg steht, z.B. in Bezug auf Vandalismus und klamme Kassen.“ – Wiebke Fuchs (Die Linke)
Der Ausbau öffentlicher Toiletten muss verlässlich, bezahlbar und zügig umsetzbar sein. Dafür kommen unterschiedliche Ansätze in Betracht, die je nach Standortvoraussetzung variieren. Mit der Initiative „Nette Toilette“, welche die Einbindung bestehender Sanitärangebote in kooperierenden Betrieben vorsieht, ist der erste Schritt getan. Darüber hinaus gilt es, auf das seitens der Fraktion Die Linke vorgestellte Konzept der Trockentoilette zu setzen (siehe Antrag 22/2508). Trockentoiletten sind relativ günstige Lösungen, geschlechtergerecht und barrierefrei. Zudem kommen sie ohne Anschluss an das Strom-, Wasser- und Kanalisationsnetz aus.
„Trockentoiletten punkten nicht nur mit günstigeren Anschaffungskosten, sondern sparen auch Wasser. Gerade in Trockenperioden ist das besonders kostbar.” – Wiebke Fuchs (Die Linke)
Die bekannte angespannte Finanzlage muss dem Ausbau jedoch keine Grenzen setzen, sofern auf günstige Trockentoiletten gesetzt wird. Der jetzt schon bestehende Mangel darf sich nicht noch weiter verschärfen.
Wiebke Fuchs (Die Linke)
E-Mail: w.fuchs@linksfraktion-nord.de

