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Rachid Messaoudi

Pressemitteilung | DIE LINKE. schreibt Geschichte

Photo: Lenthe
Rachid Messaoudi
Rachid Messaoudi

DIE LINKE schreibt Geschichte – endlich sollen Straßen umbenannt werden, die noch an Adolph Woermann erinnern.

Am Montag beschloss der zuständige Regionalausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Nord einstimmig den von der Fraktion DIE LINKE. eingebrachten Antrag auf Umbenennung der Straßen Woermannsweg und Woermannstieg.

Zuvor hatten zahlreiche landes- und bundesweite Verbände wie auch Verbänden aus USA und Afrika diese Initiative unterstützt. »Es freut mich sehr, dass wir es endlich geschafft haben, in Hamburg die seit Jahren betriebene Aufarbeitung des kolonialen Erbes mit Leben zu füllen und gehe davon aus, dass das Staatsarchiv, dass das letzte Wort hat, der Umbenennung zustimmen wird. Dann schlägt sich die Aufarbeitung endlich auch im Stadtbild nieder«, kommentiert Rachid Messaoudi (MdBV, Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Regionalausschuss) diesen Erfolg.

Seit knapp 3 Jahren sind Aktivisten der AK Hamburg Postkolonial, der Schwarzen Community und der Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e. V. aktiv, damit die Straßen in Ohlsdorf, die nach Woermann benannt sind, umbenannt werden. Woermann ist verantwortlich für den Genozid an den Herero und Nama im damaligen Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia). DIE LINKE. hatte das Thema damals aufgegriffen und einen entsprechenden Antrag eingereicht, der von der SPD abgelehnt wurde, obwohl der Hamburgische Senat mit der Drucksache (20/12383) bereits bekundet hatte, das koloniale Erbe aufarbeiten zu wollen.

»Es war erschreckend miterleben zu müssen, wie die SPD auf Bezirksebene sich der Aufarbeitung des kolonialen Erbes widersetzte und sich weigerte, Verantwortung zu übernehmen. Eine Erinnerung daran, dass wir nicht nur eine Schuld hätten, sondern es viel mehr um die Verantwortung ginge, Verbrecher nicht durch Straßennamen zu ehren, dass sie von Vorbildern nicht zu unterscheiden seien, half nicht«, erinnert sich Messaoudi.

Zunächst einmal werden nun auf einer Sondersitzung des Regionalausschusses unter Einladung der im Antrag genannten Vertreter_innen der Schwarzen Communities und der ihnen assoziierten Organisationen Namensvorschläge für die Umbenennung gesammelt. Diese müssen einen Perspektivwechsel sicherstellen, weshalb es besonders wichtig ist, dass die Hinterbliebenen in den Prozess eingebunden werden.

»Ich gehe fest davon aus, dass wir eine würdige Umbenennung gestalten werden. Einen Wermutstropfen gibt es leider, die notwendigen Mittel, um mit einer Steele oder Ähnlichem auf die Historie aufmerksam zu machen, wurden zunächst nicht mitbeschlossen. Sicherlich werden diese im laufenden Prozess, wenn es konkretere Ideen darüber gibt, wie auf die Geschichte aufmerksam gemacht werden soll, beschlossen. Es gibt aber auch Positives zu berichten. Rotgrün wünschte den Antrag um die parallel verlaufende und nach Justus Strandes benannte Straße zu ergänzen. Dem stimmte DIE LINKE. sehr gerne zu, da sie demnächst eh von uns zur Umbenennung vorgeschlagen worden wäre«, freut sich Messaoudi.

Rachid Messaoudi
für DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord

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