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Bunkerabriss Forsmannstraße erneut prüfen

Der denkmalgeschützte Hochbunker in der Forsmannstraße in Winterhude soll abgerissen werden. Die Lage des Bunkers mitten im eng bebauten Wohngebiet sowie der Denkmalschutz für diesen Hochbunker wurden bei diesem Beschluss nicht ausreichend bedacht.

Sachverhalt:


Der denkmalgeschützte Hochbunker in der Forsmannstraße in Winterhude soll abgerissen werden.  Die Lage des Bunkers mitten im eng bebauten Wohngebiet sowie der Denkmalschutz für diesen Hochbunker wurden bei diesem Beschluss nicht ausreichend bedacht. Außerdem hätten vor der Entscheidung die Anwohnerinnen und Anwohner informiert und befragt werden müssen, da auf sie  erhebliche gesundheitliche und finanzielle Belastungen zukommen. Der Abriss erzeugt über Monate starken Lärm, Staub und  starke Erschütterungen in der Umgebung, so dass die Mietwohnungen und das Wohneigentum der umliegenden Häuser gefährdet sind. Dass es für die Bausubstanz der umliegenden Gebäude zu negativen Veränderungen kommen kann, zeigt die umfassende Begutachtung der umliegenden Gebäude durch die Firma Wulff im Frühsommer diesen Jahres. Auch die Kinder der nahe gelegenen Schule und des Spielplatzes werden durch die zu erwartende monatelange Bautätigkeit in Mitleidenschaft gezogen.

Aufgrund dieser Tatsachen haben sich viele Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Gebäude zu einer Bürgerinitiative  zusammen getan, da sie nicht den Staub, den Lärm und die Bauschäden, die beim Abbruch entstehen, hinnehmen wollen und auch nicht den Bau weiterer hochpreisiger Luxus- und Eigentumswohnungen unter diesen Bedingungen. Hierbei werden sie von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Winterhude unterstützt, die nicht in unmittelbarer Nähe des Bunkers wohnen.

Es geht im Fall des geplanten Bunkerabrisses also um eine Abwägung zwischen dem Schutz des Allgemeinwohls der  Bevölkerung und dem Verwertungsinteresse privaten Eigentums. Das Verwertungsinteresse der Eigentümerin darf unserer Auffassung nach  nicht über die Gesundheit und die Lebensqualität der betroffenen Nachbarinnen und Nachbarn gestellt werden.

Es ist bekannt, dass die Eigentümerin den Bunker nicht langfristig betrieben hat, sondern neu erworben hat, um das Grundstück gewinnbringend zu verwerten, d.h. mit hochpreisigen Eigentums- bzw. Mietwohnungen zu bebauen. Denn aus der Antwort des Bezirkes auf die Kleine Anfrage der Partei DIE LINKE am 4.9. geht hervor, dass der Neuerwerb des Grundstückes sowie  der Abrissantrag an den Bauausschuss zeitlich zusammen fallen und die seit 1946 betriebene Nutzung des Bunkers als Lager/Archiv aufgegeben worden ist. Vor diesem Hintergrund müsste die Herausnahme des Hochbunkers aus dem Denkmalschutz erneut geprüft und der Bunkerabriss gestoppt werden.

Außerdem wurden offensichtlich keine Alternativen zum Abriss des Bunkers  in Betracht gezogen hinsichtlich einer kulturellen Nutzung und/oder eines teilweisen Umbaus zur Schaffung von Wohnraum.

Petitum/Beschluss:


    Der Bezirksamtsleiter setzt sich dafür ein, dass der geplante Abriss des Hochbunkers in der Forsmannstraße gestoppt wird.
    Der Bezirksamtsleiter fordert die Bauprüfabteilung Hamburg-Nord  auf, den Vorgang um den Abriss des Bunkers hinsichtlich der im Sachverhalt angeführten Tatsachen und Bedenken  erneut zu prüfen und die Abrissgenehmigung gegebenenfalls rückgängig zu machen. Dabei wird  auch das Gutachten, das zur Umwidmung des Denkmals geführt hat, zu erneuter Prüfung herangezogen.
    Der Bezirksamtsleiter nimmt Kontakt mit der Eigentümerin auf mit dem Ziel der Prüfung einer alternativen Nutzung des Bunkers und/oder eines teilweisen Umbaus.

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